Dezember 1 2014

Die Isländische Weihnachtskatze

Jólaköttur
Jólaköttur die Isländische Weihnachtskatze

Als Entdecker Islands gilt der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson. Den schriftlichen Quellen nach wurde Island im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert durch Auswanderer aus Norwegen und anderen skandinavischen Ländern sowie durch keltische Siedler bevölkert. Archäologisch ist jedoch eine frühere Besiedlung nachweisbar.

In der Isländischen Mythologie gibt es 13 Weihnachtsmänner, es sind Trolle, sie heissen Jólasveinar. Ihre Mutter ist die Trollfrau Grýla und Leppalúði ist ihr Vater. Grýla läßt ihre 13 Söhne so gut wie nie aus ihrer Trollhöhle. Trolle kommen nur nach draußen, wenn es dunkel ist, sonst werden sie zu Stein. Sie kommen ab dem 12. Dezember aus den Bergen, jeden Tag ein anderer, bis zum 24. Dezember. Zu dieser Zeit ist es in Island nur wenige Stunden hell. Die Kinder legen an jedem der 13 Abende ihre Schuhe auf den Fenstersims und hoffen auf ein Geschenk. Wer nicht artig war, könnte in seinem Schuh nur eine alte Kartoffel finden. Danach geht täglich wieder einer zurück, bis am þrettándan ( 6. Januar) alle wieder verschwunden sind. Ursprünglich brachten sie keine Geschenke, sondern stahlen hier und dort etwas Essbares und ärgerten die Menschen.

Kommt Geht Isländisch Deutsch
12. Dezember 25. Dezember Stekkjastaur Pferchpfosten, ist dürr und steif, klaut Milch der Mutterschafe im Stall
13. Dezember 26. Dezember Giljagaur Schluchtenkobold, nascht vom Milchschaum im Kuhstall
14. Dezember 27. Dezember Stúfur Knirps, der Kleine liebt die angebrannten Reste in der Pfanne
15. Dezember 28. Dezember Þvörusleikir Kochlöffellecker, vergreift sich am Kochgeschirr
16. Dezember 29. Dezember Pottaskefill Topfschaber, leckt die Kochtöpfe leer
17. Dezember 30. Dezember Askasleikir Essnapflecker, versucht die stehengelassenen Essnäpfe zu mopsen
18. Dezember 31. Dezember Hurðaskellir Türzuschläger, ärgert durch Lärm die Leute
19. Dezember 1. Januar Skyrgámur Quark-Gierschlund, labt sich am isländischen Magermilchquark Skyr
20. Dezember 2. Januar Bjúgnakrækir Wurststibitzer, angelt die geräucherten Würste aus dem Rauchfang
21. Dezember 3. Januar Gluggagægir Fensterglotzer, späht mit großen Augen in die warmen Stuben
22. Dezember 4. Januar Gáttaþefur Türschlitzschnüffler, ihn erkennt man an seiner langen Nase
23. Dezember 5. Januar Ketkrókur Fleischkraller, holt sich seinen Teil vom Weihnachtsbraten
24. Dezember 6. Januar Kertasníkir Kerzenschnorrer, hat es auf die Talgkerzen abgesehen

Jólaköttur, die isländische Weihnachtskatze, gehört der Trollfrau Grýla. Sie ist immer auf der Suche nach Kindern, die keine neuen Kleidungsstücke zu Weihnachten bekommen haben oder unartig waren, um sie aufzufressen. Der Legende nach waren nicht nur unartige Kinder zu Weihnachten von Strafe bedroht, sondern alle faulen Leute. Als faul galt, wer nicht alle im Herbst gewonnene Wolle bis Jól (Weihnachten) verarbeitet hatte.

In Island gibt es dazu ein Weihnachtslied.

 

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Juni 1 2014

Simon’s Cat Kalender 2015

Kalender Simons Katze für jeden Tag 2015
Kalender Simons Katze für jeden Tag 2015

Für dieses Jahr gab es ja leider keinen Kalender von Simon Tofield, jedenfalls nicht den Abreiss-Kalender für jeden Tag. Man konnte bei Amazon schon 2013 den Abreisskalender für jeden Tag für 2015  bestellen und heute wurde er geliefert.

Wer die Bilder und Videos der Kultkatze von Simon Tofield nicht kennt, der kann sich über folgenden Link informieren:

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November 30 2012

Simon's Cat

Ein schönes Geschenk, nicht nur zu Weihnachten, sind die Bücher oder Kalender von Simon Tofield. Ich hatte dieses Jahr einen Abreisskalender, jeden Tag eine neue Grafik. Ein Tag ohne Simon’s Cat? Unvorstellbar!

Mit „Cat Man Do“ fing alles an:

Youtube-Kanal mit den Videos

Simon’s Cat ist keine Katze, es ist ein Kater. Sein erster Kater Hugh inspirierte Simon Tofield. Er behauptet, er sei kein Hundehasser, er stellt sie aber in seinen Grafiken leicht debil dar.

Kein anderes Tier ist so ausdrucksstark und witzig wie eine Katze! Welt online führte ein Interview mit Simon Tofield.

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Oktober 16 2012

Hund und Katze

Freitag, 7. August 2009

Hund und Katze

Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
Wohnhaft an demselben Platze,
Haßten sich aus Herzensgrund.

Schon der Ausdruck ihrer Mienen,
Bei gesträubter Haarfrisur,
Zeigt es deutlich: Zwischen ihnen
Ist von Liebe keine Spur.

Doch wenn Miezel in dem Baume,
Wo sie meistens hin entwich,
Friedlich dasitzt wie im Traume,
Dann ist Molly außer sich.

Beide lebten in der Scheune,
Die gefüllt mit frischem Heu.
Alle beide hatten Kleine,
Molly zwei und Miezel drei.

Einst zur Jagd ging Miezel wieder
Auf das Feld. Da geht es bumm!
Der Herr Förster schoß sie nieder.
Ihre Lebenszeit ist um.

Oh, wie jämmerlich miauen
Die drei Kinderchen daheim.
Molly eilt, sie zu beschauen,
Und ihr Herz geht aus dem Leim.

Und sie trägt sie kurz entschlossen
Zu der eignen Lagerstatt,
Wo sie nunmehr fünf Genossen
An der Brust zu Gaste hat.

Mensch mit traurigem Gesichte,
Sprich nicht nur von Leid und Streit,
Selbst in Brehms Naturgeschichte
Findet sich Barmherzigktit.

Wilhelm Busch

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Oktober 16 2012

Katzenknigge

Sonntag, 2. August 2009

Jeder Mensch, der mit Katzen zusammenlebt, kennt die Verhaltensweisen der kleinen Fellmonster, die uns zum Schmunzeln bringen.

 

Mahlzeiten:

  • Friss niemals aus deiner eigenen Schüssel, wenn du Essen vom Tisch klauen kannst.
  • Trinke niemals aus deiner Wasserschüssel, wenn irgendwo ein Glas Wasser (oder besser  noch, mit Milch) steht, aus dem du trinken kannst.
  • Jammere niemals vor Hunger bevor die Leute das Futter aus dem Schrank nehmen. Schreie dann aber so, als ob du seit Wochen nichts mehr zu fressen bekommen hättest.
  • Sobald das Futter in der Schüssel ist, sollte es erst mal ignoriert werden. Bevor du Dich dann entschlossen hast zu fressen, verteile grundsätzlich die ersten drei bis vier Happen auf dem Boden vor der Fressnapfunterlage.

Gäste:

  • Setze eine überraschte und verletzte Mine auf, wenn du beschimpft wirst, weil du nach dem Essen auf dem Tisch zwischen dem Geschirr spazieren gehst. Der Ausdruck sollte besagen: Aber wenn kein Besuch da ist, darf ich das doch auch!
  • Wenn du einen Schoß zum Sitzen aussuchst, achte immer darauf, dass dieser auch einen guten Kontrast zu deiner Fellfarbe abgibt. Beispiel, eine weiße Katze sollte sich immer auf dunkle Schöße setzen.
  • Begleite Gäste immer auf die Toilette und beobachte, ob sie auch alles richtig machen.
  • Falls ein Gast sagen sollte, dass er Katzen liebe, behandle ihn mit hochmütigem Stolz, verhänge Deine Krallen in den Nylonstrümpfen (falls zutreffend), beiße ihn in den Fußknöchel oder wende eine Kombination der aufgeführten Möglichkeiten an.
  • Krieche grundsätzlich in die vom Gast mitgebrachten Taschen oder Aktenkoffer und durchwühle sie sorgfältig. Der Gast muss sich noch Wochen später über die darin hinterlassenen Haare freuen können.

Türen:

  • Toleriere keine geschlossenen Türen! Um die Tür zu öffnen, kann man entweder daran kratzen oder dagegen schlagen. Sobald die Tür geöffnet wird, darf man selbstverständlich nicht durchgehen.
  • Nachdem du befohlen hast, dass eine nach draußen führende Tür für geöffnet wird, stehe auf der Schwelle, halb innen und halb außen und fange an, über alles mögliche nachzudenken. Das ist vor allem dann sehr wichtig, wenn es draußen entweder sehr kalt oder sehr heiß ist und während der Schnaken-Hochsaison (für österreichische Katzen: Gelsen-Hochsaison).
  • Handelt es sich um Terrassentüren, warte mit der Kratzaktion bis diese frisch geputzt sind. Dann warte, bis es regnet, gehe kurz raus um Luft zu schnappen und wenn die Pfoten dann schön matschig und nass sind, kannst du anfangen, durch Kratzbewegungen gegen die Scheibe, formschöne Bilder und Muster darauf zu gestalten.

Waschtag:

  • Setzte Dich niemals in den Wäschekorb mit dreckiger Wäsche, warte bis alles sauber ist und vielleicht sogar noch warm vom Trockner. Dies ist sehr wichtig, vor allem bei Handtüchern.
  • Hilf stets beim Wäschezusammenlegen! Zeige es den Menschen, wenn sie es deiner Meinung nach nicht richtig gemacht haben, indem du die Wäsche durch die Gegend schleifst.
  • Sei immer beim Bettenmachen behilflich! Laken und Bettbezüge müssen angegriffen und gebissen werden, um sie gefügig zu machen.

Büroarbeiten:

  • Wenn Deine Menschen beim Briefe schreiben oder ähnlichem sind, setzte Dich immer auf die Papiere, auf denen die gerade schreiben. Wenn sie Dich herunterheben, beobachte sie mit trauriger Mine.
  • Pass gut auf, ob vielleicht mit Tinte geschrieben wird, sobald du noch feuchte Tinte auf Papier siehst, setzte Dich darauf.
  • Nach dem zweiten Herunterheben musst du anfangen, Kugelschreiber und Bleistifte vom Tisch zu werfen. Aber bitte einzeln!
  • Schreibmaschinen sollte der Mensch nicht alleine bedienen müssen. Setze Dich auf den Schoß Deines Menschen und versuche die Typen zu fangen. Wenn es an der zeit ist, Papier zu zerbeißen, dann warte bis der Mensch ein perfekt getipptes Blatt aus der Maschine zieht.
  • Noch schöner sind Computer! Warte bis das Telefon klingelt und der Mensch den Computer verlässt und spiele Katzen auf der Tastatur. Du wirst staunen, was du alles auf dem Bildschirm sehen kannst.
  • Wenn jemand am Computer sitzt, rette ihn vor Verspannungen. Schleich Dich heran, streck Dich von hinten an die Lehne und zieh die Krallen einmal knackend ins Leder. Der Mensch springt auf, du wirst beachtet und er ist vor Verspannungen bewahrt.

Übelkeit:

  • Tabuisieren wir es nicht länger. Übelkeit kommt halt doch des Öfteren vor. Wenn du Dich übergeben musst, ist es wichtig, dass du schnell machst, es sei denn, du liegst schon im Bett! Ansonsten versuch schnell ins Bett zu kommen. Falls die Zeit knapp wird, versuche einen Orientteppich zu erreichen, ein normaler Teppichboden tut es auch. Zumindest einen Sessel oder ein Sofa sollte man erreichen. Unbedingt zu vermeiden ist es, sich im Badezimmer, der Küche oder auf einem sonstigen kalten, gefliesten Boden zu übergeben. Ganz schlimm, wenn es einen auf dem Katzenklo erwischt!

Zusammenleben mit den Menschen:

  • Als allgemeine Regel gilt, dass man sich immer zu dem Menschen setzt, der beschäftigt ist und nicht zu dem, der im Moment nichts tut.
  • Liest einer deiner Menschen ein Buch oder eine Zeitung, versuche immer, dich darauf zu setzen, wenn das nicht möglich ist, setze dich zwischen Buch und Gesicht.
  • Falls Dein Mensch strickt, setze sich ganz brav auf seinen Schoß. Vergiss aber nicht, ab und zu die Stricknadeln anzugreifen.
  • Wir Katzen wissen um die Wichtigkeit der Hygiene und verwenden einen großen Teil des Tages mit der akribischen Pflege unseres Fells. Unsere fast nackten Schutzbefohlenen jedoch, sind da arm dran! Ihre Zunge ist degeneriert und eignet sich nicht mehr zur Reinigung, so versuchen sie tapfer mit anderen Hilfsmitteln, wie künstlichen Zungen, auch Waschlappen genannt, unter der missbräuchlichen Verwendung von Wasser (das trinkt Katze doch höchstens) ihren nahezu haarlosen Körper sauber zu halten. Es ist unsere Aufgabe, sie dabei zu unterstützen und ihnen so unsere tiefempfundene Fürsorge zuteil werden zu lassen. Regelmäßiges Gesichtabschlecken ist also unumgänglich! Am einfachsten geht es, wenn sie schlafen, da halten sie meist still.
  • Denke immer daran, deinen Menschen ganz besonders aufmerksam zu begrüßen, wenn er mit gefüllten Einkaufstüten den ersten Schritt über die Türschwelle macht. Werfe dich ihm direkt vor die Füße und sei fasziniert von der menschlichen Grazie bei dem verzweifelten Versuch, dich nicht zu treten.
  • Denke daran, dass eine erfolgreiche Katze immer gut ausgeruht ist, schlafe deshalb fast den ganzen Tag, damit du nachts um 3 Uhr fit bist, um auf dem Bett Bergsteigen oder Mäusefangen zu spielen.
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