April 15 2016

Sibirische Tiger (Amurtiger)

Sibirischer Tiger
Sibirischer Tiger

Der Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica), auch Amurtiger genannt, ist eine Unterart des Tigers und die grösste noch lebende Katze weltweit. Der Sibirische Tiger wird von der IUCN als gefährdet eingestuft. Der WWF vermeldet, dass der Bestand auf derzeit mindestens 523 Tiere (inklusive Jungtiere) in Russland und ca. 10 Tiere im Nordosten Chinas angewachsen ist.

Tigerzuwachs im russischen Fernen Osten

Der Tiger-Bestand in Russland ist in den vergangenen zehn Jahren auf mindestens 523 Tiere angewachsen. […] Damit hat sich der Bestand seit der vorherigen Zählung um mindestens 90 Tiere oder 21 Prozent vergrößert. […] Zu den positiven Meldungen passt, dass im November 2015 die russische Regierung einen Teil der weltweit einmaligen Wälder der Bikin-Region zum Nationalpark erklärt hat. Mehr als 1,16 Millionen Hektar Urwald sollen somit vor Abholzung und Wilderei geschützt werden.

Das ist doch endlich mal eine gute Nachricht. In den 1940er Jahren war der Bestand durch Bejagung und Zerstörung ihres Lebensraums auf 30-40 Tiere geschrumpft. 1975 hatte CITES den internationalen Handel mit Tigerteilen verboten. Das größte Gefährdungspotenzial stellt die Wilderei dar, angetrieben vom lukrativen illegalen Handel mit Tigerteilen. Aber auch die Beutetiere des Sibirischen Tigers werden bejagt, so fehlt ihm langfristig die Nahrungsgrundlage. Auch die fortschreitende Zerstörung des Lebensraums ist ein grosses Problem. Der Wald, die Taiga, Lebensraum für den Tiger und seine Beutetiere, wird durch Holzeinschlag und Brände, zerstört.

Tigerschutz-Konferenz

Vom 12.-14.04.2016 fand in Neu Delhi die dritte Tigerschutzkonferenz statt. Dort trafen sich Minister der 13 Tigerstaaten, in denen noch Tiger leben oder vermutet werden. Die erste Konferenz fand 2010 in St. Petersburg statt. 2010 war das Jahr des Tigers. Damals wurde vereinbart, dass die Zahl der wild lebenden Tiger bis zum nächsten chinesischen Jahr des Tigers, im Jahr 2022, von 3.200 auf 6.400 verdoppelt werden soll. Es gibt wieder Hoffnung, die Bestände wildlebender Tiger sind global auf 3.890 gestiegen. Diese Zahlen wurden mittels Daten der Weltnaturschutzunion IUCN und aus national durchgeführten Zählungen ermittelt. Jungtiere wurden, wegen der hohen Sterblichkeit, nicht in die Zählung aufgenommen. Es wurden nur fortpflanzungsfähige Tiere ermittelt. Die genaue Anzahl ist in vielen Gegenden schwer nachzuweisen, da sie oft in unzugänglichen Waldgebieten leben. Der Anstieg ergiebt sich durch ein tatsächliches Anwachsen der Tigerpopulationen, durch erhöhte Schutzmaßnahmen aber auch durch verbesserte Zählmethoden.

weiterführende Links

 

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Veröffentlicht15. April 2016 von admin in Kategorie "Katzenfamilie", "Tierschutz

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