August 31 2015

Tamas Nachfolgerin heisst Nitama

Bahnhofskatze Nitama
Bahnhofskatze Nitama

Im Juni 2015 starb die Bahnhofskatze Tama im Alter von 16 Jahren.  Sie wurde 2007 zur Stationsvorsteherin des Bahnhofs Kishigawa  in Japan. 2013 wurde sie zur stellvertretenden Präsidentin des Unternehmens und nach ihrem Tod ewige Stationsvorsteherin ehrenhalber. Nach shintoistischer Zeremonie wurde sie schliesslich zur Gottheit erklärt (Nekogami). Katze Tama war eine Touristenattraktion und erwirtschaftete schätzungsweise acht Millionen Euro.  Aus Respekt wurde 50 Tage getrauert.

Dann wurde ihre Nachfolgerin vorgestellt. Nitama ist keine Unbekannte, 2012 war sie als Azubi bei Tama. Mitsunobu Kokima, Chef des Unternehmens Wakayama Electric Railway, sagte, Nitama wurde deshalb ausgewählt, weil sie von Tama höchstpersönlich ausgebildet wurde. Nitaki lässt sich auch problemlos die Uniform-Mütze aufsetzen. Das ist eine Anforderung, die sicher nicht viele Katzen erfüllen. 😉

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Juli 9 2015

Tama, die Bahnhofskatze, ist gestorben.

Tama mit Dienstmütze und Namensplakette (2007)
Tama mit Dienstmütze und Namensplakette (2007)

Ich hatte Tama unter Berühmte Katzen vorgestellt, nun ist sie leider über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie verstarb am 22. Juni 2015, im Alter von 16 Jahren an Herzversagen, Spätfolge einer Nebenhöhleninfektion.

Die Schildpattkatze Tama war die berühmteste Katze Japans, ca. 3000 Menschen verabschiedeten sich von ihr auf ihrem Begräbnis. Nach shintoistischer Zeremonie wurde sie in der Präfektur Wakayama zur Gottheit erklärt (Nekogami).

2007 wurde Katze Tama nach dem Ausscheiden des letzten menschlichen Stationsvorstehers des Bahnhofs Kishigawa zur Stationsvorsteherin ernannt. 2013 wurde sie zur stellvertretenden Präsidentin, das ist der zweithöchste Posten der Bahngesellschaft. Bei der Trauerfeier erhielt sie den Titel ewige Stationsvorsteherin ehrenhalber. Auf einem Altar waren Fotos von Tama zu sehen. Die Besucher legten Blumen, Thunfisch in Dosen und andere Geschenke nieder. Eine Beileidsbekundung kam auch von Provinzgouverneur Yoshinobu Nisaka.

Tama begrüßte die Reisenden am Eingang des Bahnhofs und ließ sich mit ihnen fotografieren. Das dreifarbige Tier mit der Dienstkappe wurde zu einer Touristenattraktion , viele Menschen nutzten nur ihretwegen die Strecke. Tama soll in all den Jahren schätzungsweise acht Millionen Euro erwirtschaftet haben.

RIP

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April 13 2015

Casper – Ein Kater geht auf Tour

Susan Finden CasperSusan Finden

Casper

Ein Kater geht auf Tour

WELTBILD

ISBN: 978-3-86800-661-2

 

Die wahre Geschichte eines busfahrenden Katers

Kater Casper führt ein ungewöhnliches Doppelleben. Halterin Susan ahnt nichts von seinen Eskapaden … bis eines Tages ein Busfahrer sie darauf hinweist, dass sie auf Caspers Platz sitzt! Wenn Casper an der Haltestelle wartet, reiht ere sich – ein echter Brite – gewissenhaft zwischen die anderen Fahrgäste ein. Überhaupt kennt er keine Scheu vor der Welt der Menschen und so erobert der eigenwillige Kater rasch die Herzen seiner sonst eher reservierten Landsleute – sei es im Bus, im Wartezimmer, beim Arzt oder in der Apotheke. Schließlich wird der Vierbeiner sogar zur internationalen Berühmtheit. Casper erinnert die Menschen daran, auch in schweren Zeiten ihr Herz für die kleinen Freuden des Alltags zu öffnen.

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August 3 2014

Choupette

Choupette
Karl Lagerfeld und Choupette

Choupette, ein Birmchen, geboren am 19. August 2011, war die Katze von Baptiste Giabiconi. Als dieser zu Weihnachten verreisen wollte, gab er Choupette  für zwei Wochen zu Karl Lagerfeld. Es war Liebe auf den ersten Blick und der Chanel-Chef wollte die Katze nicht wieder zurückzugeben. Choupette lebte ab sofort im Luxus. Auf Twitter, Facebook und Instagram lässt sie ihre Fans an ihrem Alltag teilhaben.

Im Juli 2013 war Choupette, zusammen mit Linda Evangelista, auf dem Cover der deutschen Vogue zu sehen. Im Winter 2013 kam eine, nach Choupette benannte, Accessoire-Kollektion auf den Markt.

Jetzt hat Choupette einen Beautyvertrag mit einer japanischen Kosmetikfirma abgeschlossen, der erste Beauty-Vertrag mit einem Haustier. Das japanische Kosmetiklabel Shu Uemura wird voraussichtlich im Herbst 2014 eine Linie namens „Shupette by Karl Lagerfeld“ herausbringen. Damit die Arbeit für die Katze nicht zu anstrengend wird, hat Karl Lagerfeld seine Choupette für die Kampagne persönlich  fotografiert. Im September 2014 soll auch das Buch „The Private Life of a High-Flying Fashion Cat“ in Großbritannien erscheinen.

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Oktober 18 2012

Berühmte Katzen

Samstag, den 24. Juli 2010

Berühmte Katzen

Bahnhofskatze Tama in Japan

Tama ist eine Katze, die auf dem Bahnhof Kishi von Kinokawa in der japanischen Präfektur Wakayama lebt. Inzwischen gibt es einen Zug und eine Strassenbahn mit Comic-Motiven von Tama. Der Kishi-Bahnhof soll ein Fassadenbild von Tama erhalten.

Welt online vom 26.05.08

„Im Gegenzug für die Verköstigung mit Futter hat eine Katze eine japanische Bahngesellschaft aus der Krise geholt. Die neunjährige „Tama“ sorgte bereits für ein Plus von mehr als 300.000 Fahrgästen. Deshalb wurde der Stubentiger nun auch zur „Super-Stationsvorsteherin“ befördert.“

Tamas Nachfolgerin heisst Nitama

Die Eremitage-Katzen in St. Petersburg

Die in der russischen Stadt St. Petersburg (ehemals auch Petrograd und Leningrad) an der Newa gelegene Eremitage ist heute eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Die Eremitage ist ein Komplex aus mehreren Bauwerken, die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind. Dort werden heute über 60.000 Exponate ausgestellt, im Archiv befinden sich fast drei Millionen Objekte. Neben archäologischen Exponaten befindet sich dort, wie auch im Louvre in Paris/Frankreich und im Prado in Madrid/Spanien, die bedeutendste Sammlung klassischer europäischer Kunst.

GEO-Reportage

„Die Eremitage in St. Petersburg beherbergt nicht nur Kunstschätze von Weltruhm, sondern auch über 50 Katzen. […] Die Katzen der Eremitage haben eine lange Geschichte. Schon vor 250 Jahren ließ Zarin Elisabeth Petrovna, Tochter von Peter dem Großen, Katzen in den Winterpalast bringen. Sie sollten die Mäuse- und Rattenplage bekämpfen. Später verteidigten die Katzen die Kunstwerke von Katharina der Großen gegen die gefräßigen Nager. Die Petersburger wissen, dass die Katzen der Eremitage auch heute noch liebevoll umsorgt werden.“

Der Ursprung der blauen Russen

Noch ein kurzer Abstecher in die Geschichte der Fürstenkatze. St. Petersburg wurde von Zar Peter dem Großen gegründet und war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die Hauptstadt des Russischen Reiches. Die Lieblingskatze der russischen Zaren soll die Russisch Blau gewesen sein. Die Rasse ist auch unter den Namen Russisch Kurzhaar oder Archangelsk-Katze bekannt. Die Rasse gilt in Russland als Glückskatze, sie wurde Bräuten geschenkt oder Babies in die Wiege gelegt. Weniger romantische Geschichten mit höherem Wahrheitsgehalt besagen, dass die Katzen ihres Fells wegen geschätzt wurden, ein dickes weiches Doppelfell (Unter- und Deckhaar haben die gleiche Länge) von unverwechselbarer Textur. Die alte Naturrasse kam in Skandinavien und Russland vor und man vermutet, dass sie auf dem Seeweg (Handels- und Kriegsschiffe) verbreitet wurde. Archangelsk war im 16. Jahrhundert der erste russische Seehafen über den Handel mit England und anderen westeuropäischen Staaten getrieben wurde, daher der Name Archangelsk-Katze. Unter diesem Namen wurde sie 1875 erstmals im Crystal Palace ausgestellt, später exportiert und so begann die Zucht zum heutigen Standard.

St. Petersburg – Stadtgeschichte und Zaren

Russisch Blau

Die Hemingway Katzen von Key West

Die Florida Keys sind eine Inselkette, die sich von der Südspitze der Halbinsel Florida bis nach Key West erstreckt. Der Schriftsteller Ernest Hemingway (1899-1961) lebte in den 30er Jahren in Key West. Sein damaliges Wohnhaus ist jetzt das Hemingway-Museum in der Whitehead Street 907. Dort soll er eines Tages von einem Schiffskapitän eine Katze geschenkt bekommen haben, die statt der normalen fünf Zehen sechs hatte. Die Katze hieß „Snowball“ und legte auf der Insel den Grundstein für eine heute noch bestehende Katzenpopulation polydaktyler Katzen. Sie haben mehr Zehen und ihre Füße erscheinen dadurch besonders groß. Um die 60 Exemplare gibt es auf dem Hemingway-Anwesen, in allen Farbvarietäten. Sie tragen Namen von Künstlern. Bis auf einige potente Katzen, die den Fortbestand der Population sichern sollen, sind sie kastriert. Der Verkauf an Personen außerhalb der Insel Key West soll inzwischen verboten sein.

Polydaktylie

The Ernest Hemingway Home & Museum

Das Wunder von Köln

RP online vom 11.04.2009

„Er war das Wunder von Köln: Kater Felix, der nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs 34 Tage unter den Trümmern begraben lag – und überlebte. Abgemagert und mit zwei gebrochenen Zehen wurde das zwölf Jahre alte Tier am Montag von Feuerwehrleuten gefunden und seinen Besitzern übergeben.“

Fotos

Schiffskatzen

Katzen hielten an Bord von Schiffen Ratten und Ungeziefer fern und dienten der Besatzung als Maskottchen. Noch heute ist der Begriff Katzensteg für eine schmale, Land und Schiff verbindende Holzplanke gebräuchlich.

  • Oscar, the Bismarck’s Cat : Die Bordkatze des deutschen Schlachtschiffs Bismarck soll im Zweiten Weltkrieg den Untergang von 3 Schiffen überlebt haben. Der Kater war Schwarz/weiss, man kennt ihn unter den Namen Oscar und Unsinkable Sam.
  • Simon – A British Hero: 1949 war Simon der Bordkater der HMS Amethyst. In China rettete er unter Einsatz seines Lebens die knappen Lebensmittelvorräte des Schiffes und hielt die Moral der Mannschaft aufrecht. Als das Schiff am 1. November 1949 nach Devonport zurückkehrte, wurde Simon von der britischen Bevölkerung als Held gefeiert. Im August 1949 wurde Simon die Dickin Medal, das Victoria Cross für Tiere, verliehen, die höchste militärische Auszeichnung des Britischen Empires. Am 28. November 1949 starb Simon an den Folgen einer Wundinfektion. Er wurde am 1. Dezember auf dem National Animal Cemetery in Ilford mit einem Staatsbegräbnis in Anwesenheit des Oberkommandierenden der Streitkräfte und mehrer tausend Trauernder beigesetzt. Seitdem gedenkt die Nation jährlich am 1. November, dem Tag von Simons triumphaler Rückkehr nach England, diesem großen Mitglied der Royal Navy.
  • Die Ausstellung „The Animals War“ im Imperial War Museum London zeigt das Bild der Schiffskatze der HMS „Eagle“ aus dem Jahr 1945, wie sie sich auf der eigens für sie angefertigten Hängematte räkelt.
  • Die Bordkatze der HMS Duke of York hieß Whiskey. Sie verschlief einen der grössten Militärerfolge, den die Britische Marine im Zweiten Weltkrieg verbuchen konnte, das Gefecht am 26.12.1943, bei dem das deutsche Schlachtschiff Scharnhorst versenkt wurde.
  • Beauty von der HMS Black Prince brachte am 6.6.1944, bei der Invasion auf die Normandie, 3 Babies zur Welt.
  • Der schwarze Kater Churchill von der HMS Prince of Wales erhielt seinen Namen, nachdem er von Sir Winston Churchill persönlich gestreichelt wurde. Im August 1941 brachte die Prince of Wales den britischen Premierminister Winston Churchill zu einem Treffen mit dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt nach Argentia (Neufundland), wo auf dem Schiff am 14. August 1941 die Atlantik-Charta verabschiedet wurde, die zur Grundlage der Vereinten Nationen wurde.

Tierische Kriegshelden

Mrs. Chippy und die Antarktis-Expedition

Mrs. Chippy war eigentlich ein Kater, wie sich später herausstellen sollte, sein Name blieb aber Mrs. Chippy. Chippy war der Spitzname seines Besitzers, des Schiffszimmermanns Harry Mc Nish, er war einer der ältesten Mitglieder der Mannschaft. So wurde Mrs. Chippy Schiffskatze auf der Endurance und 1914-15 Teilnehmer der Antarktisexpedition von Sir Ernest Shackleton. Das Ziel der „Imperial Trans-Antarctic Expedition“ war, zum ersten Mal den Antarktischen Kontinent von einer Seite zur anderen zu durchqueren.

Der Kater lief gern über die Dächer der Hundezwinger, die sich auf dem Oberdeck befanden. Dort waren halbwilde Schlittenhunde angekettet, die rasend vor Wutwurden, wenn der Kater über sie hinwegstolzierte, was ihn zu amüsieren schien.

Nachdem die Endurance vom Packeis eingeschlossen war, wurde der Kater erschossen. Mrs. Chippys Besitzer, Harry McNish, kehrte nach der Expedition zurück nach England, um in der Handelsmarine zu dienen und emigrierte später nach Neuseeland, wo er in Wellington als Dockarbeiter arbeitete. Schliesslich verfiel er dem Alkohol und starb verarmt im Ohiro Benevolent Home in Wellington. Er konnte es Shakleton nie verzeihen, dass er den Kater damals erschiessen liess. Auf seinem Grab wurde eine lebensgrosse Bronzeskulptur von Mrs. Chippy errichtet.

1958 benannte der British Antarctic Survey eine kleine Insel vor der King Haakon Bay in Südgeorgien nach ihm. Durch die Tagebuchaufzeichnungen wurde Mrs. Chippy zu einer der berühmtesten Schiffskatzen aller Zeiten.

Mrs. Chippy, der Schiffskater

Mrs. Chippys letzte Expedition in die Antarktis

 

Kater Tomba, der Bergsteiger

Der Kater wurde am 07.08.1988 im Berghotel Schwarenbach, in den Schweizer Alpen geboren. Seine Mutter, Tomassa, war den Hotelbesitzern zugelaufen. Sie nannten ihn Tomba, teils nach der Mutter und teils nach dem damals berühmten Skirennfahrer Alberto Tomba.

Hotelgäste, die zu einer Bergtour aufbrechen, bemerken, dass der Kater ihnen folgt und denken zuerst, er sei nur auf Betteltour. Kurz vorm Gipfelsturm ist der Kater noch immer bei ihnen und er wird den Gipfel mit ihnen zusammen erklimmen. Wo die Steigeisen beim Menschen für sicheren Halt sorgen, schlägt die Katze ihre Krallen ins Eis.

Allein diese Saison hat er schon über ein dutzendmal Bergsteiger auf das Rinderhorn oder auf das noch höhere Balmhorn begleitet. Der Kater beschnupperte am Vorabend die Gäste im Hotel und wählte auf diese Weise aus, wen er am nächsten Tag auf Bergtour begleiten würde.

Eines Tages war er mit einem Ehepaar unterwegs, als er plötzlich nicht mehr weiter gehen wollte. Er lief hinter einen grossen Felsen und das Ehepaar folgte ihm, weil sie glaubten, er hätte dort etwas entdeckt. In diesem Moment löste sich eine Lawine und donnerte über ihre Aufstiegsspur. So bewahrte er die Alpinisten vor dem Unheil.

In Bergsteiger-Kreisen kannte man den Kater schon, nach diesem Erlebnis verbreitete sich Tombas Ruhm weltweit. Selbst in Japan, Südafrika und Amerika erschienen Berichte. In europäischen Illustrierten wurden Bildgeschichten veröffentlicht und das Schweizer Fernsehen drehte eine Reportage über ihn.

Doch Tomba wurde nur 4 Jahre alt und er starb nicht auf einer Bergtour. Am 17.1.1993 musste er, wie auch seine Mutter, eingeschläfert werden. Beide litten unheilbar an FIV, dem sogenannten Katzen-Aids.

Ein Kater will nach oben (NZZ Folio 3/95)

Tomba, der Kater vom Schwarenbach, ein Bergsteiger besonderer Art (Katzen- und Edelkatzenclub Bern)

Berliner Zoo-WG: Kragenbärin Mäuschen und Katze Muschi

Im Frühjahr des Jahres 2000 tauchte im Freigehege der Kragenbären im Zoologischen Garten Berlin plötzlich eine ca. 1 jährige schwarze Katze auf, niemand wusste, woher sie stammte. Kragenbärin Mäuschen versuchte, sich der Katze zu nähern, Katze Muschi reagierte jedoch mit Fauchen und schlug nach der Bärin. Es dauerte fast ein halbes Jahr, bis sich die beiden annäherten und es entstand eine ungewöhnliche Freundschaft. Die Katze schlief eingekugelt zwischen den Tatzen der Bärin oder direkt neben ihrer Schnauze. Zuerst verheimlichten die Pfleger der Zoodirektion die ungewöhnliche WG, um zu verhindern, dass Katze Muschi als Streunerin ausgewiesen wird. Als die Freundschaft dann doch bekannt wurde, bekam Katze Muschi ihre Aufenthaltsgenehmigung. Schnell verbreitete sich die Nachricht, die Presse begann, sich der Geschichte anzunehmen und das Paar wurde weltweit bekannt.

Im Herbst 2003 musste die Bärin wegen Altersschwäche von den anderen Bären getrennt werden. Der Zoo nutzte einen notwendigen Umbau der Bärenanlage, um Mäuschen in den Innenbereich zu verlegen, der für das Publikum unzugänglich ist. Zeitweise war die Bärin in einem Käfig untergebracht, das Kätzchen saß mauzend vor der Tür, bis die Pfleger es in den Käfig liessen. Betreuer war kein geringerer als Tierpfleger Thomas Dörflein, der in Deutschland durch die Aufzucht von Eisbär Knut bekannt geworden ist.

Märkische Oderzeitung 28.06.2008

„Eine Kragenbärin mit 40, das ist wie ein Menschenalter mit 112“, sagt Zoo-Biologe Heiner Klös. Er hält es für möglich, dass die ungewöhnlich starken Mutterinstinkte der Bärin die Kraft zum langen und gesunden Leben geben. „In ihrem Altersruhesitz hat Mäuschen in der Katze Muschi wohl einen Haltepunkt.“ Der frühere Zoo-Chef Jürgen Lange und Knut-Tierpfleger Thomas Dörflein hatten früh erkannt, dass die Bärin die Katze als ihr Junges betrachtet, pflegt und liebt. […] Die Bärin mit ihren einst 400 Kilo Gewicht schützte ihre vier Kilo leichte Freundin energisch gegen Angriffe der männlichen Bären auf der Anlage und gab ihr vom Futter ab. „Es ist die schönste offene Wohngemeinschaft, die wir jemals im Zoo Berlin hatten“ sagt Bären- Betreuer Klös …“

Mr. Lee und die CatCam

Mr. Lee ist der Kater des in Amerika lebenden Entwicklungsingenieurs Jürgen Perthold. Er wollte wissen, wo der Kater herumstreunte, wenn er Ausgang hatte, so kam die Idee eine CatCam® zu konstruieren, einer gegen Schmutz und Erschütterungen geschützten Digitalkamera, am Halsband des Tiees befestigt. Der Benutzer kann Zeitintervalle festlegen, in denen die Kamera wahlweise Fotos oder Videos aufnimmt. Ist die Katze wieder daheim, kann man die Bilder/Videos am Computer mittels USB-Schnittstelle auslesen. Inzwischen berichteten die Medien weltweit über den Kater und das Überwachungsprojekt. 1984 für Katzen…

Mr. Lee und die CatCam

Kater Larry bekommt die Lizenz zum Töten

Spiegel.de

„Neuer Hausbewohner bei Premierminister David Cameron und seiner Familie ist der vierjährige Kater Larry, der ab sofort Nagetiere in der Downing Street Nummer 10 jagen soll.“

Kater Larry ist ein ehemaliger Strassenkater aus London, der zunächst ins Tierheim Battersea Dogs and Cats kam. Seit Februar 2011 hat er seinen Dienst als Chief Mouser to the Cabinet Office in der Amtswohnung des Premierministers angetreten.

Der erste Kater, der dort als Mäusefänger angestellt war, hiess Kater Wilberforce (1973 – 1987), dann folgte  Kater Humphrey. Er diente unter den Premiers Margaret Thatcher, John Major und Tony Blair. Das herrenlose Tier wurde 1989 von einem Regierungsbeamten gefunden und nach einem fiktiven verbeamteten Staatssekretär aus einer Sitcom benannt. Der Kater war billiger als der offizielle Kammerjäger. 1993 wurde davon berichtet, dass der Kater nierenkrank sei. 1995 verschwand der Kater und tauchte in einer Einrichtung der britischen Armee zur Ausbildung von Lazarettärzten wieder auf. 1996 zierte Humphrey die offizielle Weihnachtskarte der britischen Regierung. 1997 beendete Kater Humphrey seinen Dienst und zog zu einem älteren Ehepaar, wo er angemessen umsorgt wurde. Humphreys Nierenleiden wurde als Grund für die Entscheidung angeführt, doch die britische Presse vermutete eine Intrige der angeblich katzenfeindlichen Cherie Blair. Am 20. März 2006 gab ein Regierungssprecher offiziell bekannt, dass Humphrey mit 18 Jahren an Altersschwäche gestorben sei.

Nachruf des Guardian

„Humphrey the cat, who has died at the advanced age of 18, was one of the most prominent felines in British political life since an ancestor emerged as a significant backstairs adviser to Sir Richard Whittington in his bid to become mayor of London in the 14th century.“

Nach 10 Jahren ohne Mäusefänger zog 2007 die Katze Sybil ein. Sie wurde schon nach 6 Monaten in ihre schottische Heimat zurückversetzt.

BBC  News (Video)

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