Mai 2 2014

Katzen Clicker-Box

KatzenclickerboxGestern, am 29.April, hatten meine Pflegekatzen (Wurfgeswchwister) Geburtstag. Sie sind 9 Jahre alt geworden. Bisher lief das Clickertraining mit ihnen nicht so gut, deshalb habe ich ihnen (und mir 😉 ) zum Geburtstag die neue GU Katzenclicker-Box von Birgit Rödder geschenkt. Ich habe zwar schon diverse Bücher zur Anregung und Clickererfahrungen mit Charly, aber diese Clickerbox ist besonders praktisch und hilfreich, finde ich.

Katzen-Clicker-Box
Birgit Rödder
GU (Gräfe und Unzer)
ISBN: 9783833835926
Leseprobe

… In der GU Katzen-Clicker-Box werden Grundlagen vermittelt und Sie lernen Schritt für Schritt den Clicker bei der Grunderziehung und beim Tricktraining sinnvoll einzusetzen. Die praktischen Übungskarten können Sie dabei kombinieren und neue Trainingseinheiten zusammenstellen – und haben beim Training die Beschreibung im Blick. Die Autorin gibt zudem Antworten auf häufige Fragen und bietet Problemlösungen. Dank dem beigelegten Clicker steht dem sofortigen Clickervergnügen nichts mehr im Weg.

Inhalt der Clickerbox

Der Inhalt besteht aus einem Begleitbuch, Trainingskarten und einem Clicker. Was mir besonders gefällt, sind die Trainingaskarten. Wer schon Erfahrung mit dem Clickertraining hat, der kennt das Problem: Das Wichtigste beim Clickern ist perfektes Timing, man sollte alles parat haben, weil die Katzen hochkonzentriert jede Bewegung verfolgen. Wenn man dann merkt, dass etwas fehlt, bringt das Unruhe. Die Autorin  hat an alles gedacht, gute Tipps und Anleitungen. Mir gefällt auch sehr gut, dass die Übungskarten in Kategorien eingeteilt sind. Jede Kategorie hat eine eigene Farbe.

  • Clicker Basics, das sind einfachste Grundlagen.
  • Erziehungsübungen, das sind nützliche Dinge, wie Fellpflege, Transportboxtraining, Medical Training usw.
  • Tricks, hier gibt es Spiel- und Sportübungen.

Man kann sich vorher für jede Katze die entsprechenden Karten zurechtlegen. Auf einigen Karten gibt es Verweise zum Anleitungsheft, welches klein und übersichtlich gehalten ist. Auch die kleinen Fehler, die jeder bei der praktischen Umsetzung macht, hat die Autorin erwähnt und beschrieben, wie man diese vermeiden kann. Wir haben schon einige Clickerübungen mit der neuen Box gemacht und sind hochmotiviert.

catility.de – die Website der Autorin

Der Weg ist das Ziel…

 

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Dezember 17 2012

Sprung durch den Reifen

Clickern mit Katzen

sitz_bravHeute beschreibe ich, was wir in der letzten Zeit geübt haben. Wir clickern täglich, aber nur kurz. Es ist ein Ritual, zuerst wird das Fell gebürstet, dann wird geclickert. Ich brauche Charly nicht rufen. Wenn ich die Schranktür öffne, um die Clickerutensilien herauszunehmen, dann sitzt er auch schon erwartungsvoll bereit.

Der Sprung durch den Reifen wird Schritt für Schritt geübt. Zuerst hatten wir als Reifen den Rand einer Springform (dm 25 cm), der war zu klein, Charly mochte das Ding nicht. Dann habe ich unseren zusammengefalteten Tunnel genommen (dm 48 cm) und Charly hatte wieder Spass. Wenn ich „clicken“ schreibe, meine ich clicken (Klick) und gleichzeitig belohnen (Leckerli). Das ist sehr wichtig, im richtigen Moment clicken und sofort belohnen.

Zuerst habe ich den Reifen auf den Boden gestellt.

  1. Jedes Interesse am Reifen wird geclickt. (Blick zum Reifen, zum Reifen laufen…).
  2. Es wird geclickt, wenn die Katze den Kopf durch den Reifen steckt oder einen Schritt durch den Reifen macht.
  3. Es wird geclickt, wenn die Katze mit dem ganzen Körper durch den Reifen gelaufen ist.

Dann wird der Reifen ca. 20-30 cm über den Boden gehalten. Man kann auch sehr niedrig anfangen und schrittweise erhöhen. Der Unterschied zwischen „durch den Reifen laufen“ und „durch den Reifen springen“ war bei Charly deutlich erkennbar. Ist der erste Zweifel überwunden und die Katze das erste Mal gesprungen, dann kann man etwas höher halten.

 

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Dezember 8 2012

Hütchenspiel

Wir haben mal wieder das Hütchenspiel gespielt. Das kennt sicher fast jeder, man nehme 3 Pappbecher, für Katzen besser etwas kleineres. Nun versteckt man unter einem Hütchen ein Leckerli, vertauscht die Hütchen, während die Katze gespannt beobachtet und am Ende schaut man, ob die Katze richtig aufgepasst hat. Katze Frida Kahlo zeigt, wie es geht:

 

Hier spielt Charly mit Eierbechern aus Keramik:

eierbecher3eierbecher2eierbecher1

 

Wir nehmen für das Spiel meistens die Hütchen von den „Dog Activity“ Spielen von TRIXIE. Die sind ja immer rot oder gelb und wir spielen damit auch „Farbe erkennen“. Da wir mehrere Spiele mit den Farben rot und gelb haben, mit unterschiedlichen Objekten (Hütchen, Schieber, Deckel), erschliessen sich viele Spielmöglichkeiten, wie wir Farberkennung und/oder Leckerliesuche mit dem Clickern kombinieren können.

Farbunterschiede kann man auch clickern. Charly kennt den Targetstab (Nase an Stab wird geclickert) und Pfotentarget (z.B.“ High five“ oder ‚Pfote auf Objekt‘ wird geclickert). Beim Hütchenspiel mit Farbunterscheidung clickert man ‚Pfote auf Hütchen‘, wenn es das Hütchen mit Leckerlie oder die richtig erkannte Farbe ist.  Den Farbunterschied trainiert man nur mit 2 verschiedenfarbigen Objekten (z.B. Hütchen). Das normale Hütchenspiel hat ja 3 Hütchen. Wir spielen es mit drei Hütchen, wobei zwei gelb sind und eins rot. Da Katzen die Farben anders wahrnehmen, als wir, sollte man kontrastreiche Farben nehmen (siehe Farbwahrnehmung). Wir trainieren maximal mit 2 verschiedenen Farben und entweder Farberkennung oder Leckerliesuche, sonst ist Charly üperfordert.

 

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Viel Spass!

 

 

 

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Oktober 25 2012

Clickertraining für Katzen

Montag, 21. September 2009

Katzen sind Jäger, die in ihrem natürlichen Lebensraum viel Zeit damit verbringen, ihre Umwelt zu erkunden, zu klettern, zu lauern, sich anzuschleichen, aber auch soziale Kontakte zu pflegen oder zu dösen. Wohnungskatzen haben nur begrenzte Möglichkeiten. Durch ihre räumlich eingeschränkte Umwelt und fehlende geistige Beschäftigung empfinden sie oft Langeweile, die häufigste Ursache für Verhaltensprobleme wie das Zerkratzen von Möbeln, Unsauberkeit oder aggressives Verhalten.

Ein Training  beschäftigt die Katze geistig und körperlich und bringt Abwechslung ins Wohnungsleben. Clickern ist Beschäftigung, Spiel und Erziehung. Katzen lernen gerne Tricks, z.B. von Stuhl zu Stuhl springen, balancieren, apportieren  und vieles mehr. Man kann der Katze auch nützliche Dinge  für den Alltag beibringe, wie sich bürsten lassen, hochheben, zurückkommen, sitzen, in die Transportbox gehen usw.. Mit dem  Clickertraining formt man durch kleine Lernschritte entspanntes und erwünschtes Verhalten.

Die klassische Konditionierung wurde von Pawlow begründet. Einem natürlichen, unbedingten Reflex wird durch Lernen ein neuer, bedingter Reflex hinzugefügt. Sie ist die Grundlage für das Clickertraining. Der Reiz ist für das Tier das Geräusch des Clickers. Ein Clicker ist ein „Knackfrosch“, den man in einer Zoohandlung in der Spielzeugabteilung kaufen kann. Zur Anleitung gibt es Bücher. Damit das Clickergeräusch für die Katze eine besondere Bedeutung erlangt, positiv verknüpft wird (Konditionierung), bedarf es eines Timings.
Unmittelbar nach dem Click muss die Katze mit dem Leckerli belohnt werden. Wenn die Belohnung zusammen mit dem Click kommen würde, dann könnte keine Verknüpfung stattfinden, weil die Katze auf das Geräusch nicht achtet und sich nur auf das Leckerli konzentriert. Ist die Zeitspanne zwischen Click und Leckerli zu lang, fehlt der Katze die Verbindung von Geräusch und Belohnung, es findet ebenfalls keine Verknüpfung statt. Nach einem Click folgt also unmittelbar eine Belohnung, das ist der Einstieg zum Training.
Das Belohnungs-Leckerli muss die Katze auch wirklich sehr mögen, sonst hat sie kein Interesse, manche Katzen sind bekanntlich sehr wählerisch. Die freudige Erwartung des Leckerlis wird durch  das Clickergeräusch angekündigt, auch Sekundärverstärker genannt. Man kann es vergleichen mit dem Geräusch, dass beim Öffnen einer Futterdose entsteht oder dem Schüttelgeräusch einer Trockenfutterbox, meist kommt die Katze in freudiger Erwartung direkt angelaufen, wenn sie es hört.

Unter instrumenteller oder operanter Konditionierung versteht man das Erlernen von Reaktions-Mustern, die durch einen Reiz ausgelöst werden.
Die Katze lernt, dass sie mit ihrem Verhalten positive Konsequenzen (Leckerli) herbeiführen kann. Ein Beispiel dafür, dass auch die Katze ihren Menschen operant konditionieren kann, ist das morgendliche „Wecken“, dass viele kennen. Die Katze kommt in aller Frühe ans Bett, macht sich deutlich bemerkbar und geht nicht eher, bis man aufgestanden ist und ihr Futter gibt.

Ich hatte damals angefangen, mit Charly zu clickern, als er häufig stressbedingte Blasenentzündungen hatte. Die Beschäftigung sollte ihn ablenken. Unser Grundsatz ist: „Der Weg ist das Ziel.“ Ich bin nicht daran interessiert, dem Kater schwierige „Kunststücke“ beizubringen, es geht mir eher darum, dass er beschäftigt und gefordert wird und möglichst Spass dabei hat.

Nach längerer Pause haben wir wieder mit dem Clickern begonnen. Ich hatte das Buch „Trickschule für Katzen“ von Christine Hauschild gekauft, um mit der neuen Transportbox zu trainieren und ich fand das Buch viel besser als andere. Dieses Buch hat mir sehr geholfen, wir haben damit erfolgreicher trainiert und Charly hat viel Spass dabei.

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