August 28 2013

Verhaltensprobleme bei Katzen

Mit dem Einzug meiner beiden Pflegekatzen kamen Verhaltensprobleme, bei deren Lösung mir die folgenden Bücher sehr geholfen haben. Diese Bücher kann ich nicht nur bei Verhaltensproblemen empfehlen, sie sind generell sehr hilfreich, das Verhalten unserer Samtpfoten besser zu verstehen.

 

Aller guten Katzen sind...? von Sabine Schroll
Aller guten Katzen sind…?
von Sabine Schroll

Sabine Schroll

Aller guten Katzen sind…?

Der Mehrkatzenhaushalt

ISBN 3-89906-431-3

  • Ist die Katze überhaupt ein soziales Tier?
  • Wer passt zu wem?
  • Wieviel sind zuviel Katzen?
  • Zusammengewöhnen – aber wie?
  • Beziehungskisten unter Katzen
  • Organisation und Lifestyle im Mehrkatzenhaushalt
  • Welche Probleme gibt es im Mehrkatzenhaushalt?
  • Wie kann man sie lösen?

 

Die unverstandene Katze von Dr. Ferdinand Brunner
Die unverstandene Katze
von Dr. Ferdinand Brunner

 

Dr. Ferdinand Brunner

Die unverstandene Katze

ISBN 3-89440-106-0

 

 

 

„… Erstmals in einem allgemeinverständlichen Katzenbuch wird der Leser in die Begriffswelt der vergleichenden Verhaltensforschung eingeführt. Es wird aufgezeigt, dass durch die Anwendung echten tierpsychologischen Denkens, die Welt der Katze viel verständlicher wird. Ein Hauptanliegen dieses Werkes ist es deshalb, Missverständnisse zwischen Katzenhaltern und ihren Pfleglingen aufzuklären und beseitigen zu helfen. …“

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Oktober 18 2012

über das Schnurren

Montag, den 22. Februar 2010

Woran denken die meisten Menschen beim Stichwort Katze? Schönes weiches Fell und Schnurren aber was genau hat hat es auf sich mit dem Schnurren? Schnurren ist ein gleichmässig vibrierendes Geräusch (27-44 Hz).

Brüllen und/oder Schnurren

Hauskatzen können beim Ein- und Ausatmen schnurren. Manchmal liest man, Grosskatzen könnten nicht schnurren, das stimmt so nicht. Sie können nur beim Ausatmen schnurren. Großkatzen unterscheiden sich von ihren kleineren Verwandten im Aufbau ihres Zungenbeins, welches bei Grosskatzen elastisch ist, bei den kleineren ist es verknöchert. Früher war das die Erklärung, neuere Studien zeigen allerdings, dass das Brüllen mit der Anatomie des Kehlkopfes zusammenhängt (lange Stimmlippen, elastische Fasern). Nicht alle Grosskatzen besitzen die Fähigkeit zu brüllen.

Warum schnurren Katzen?

Das Schnurren hat verschiedene Bedeutungen. Es dient der Kommunikation und signalisiert, dass sich die Katze wohlfühlt. Beim Wohlfühl-Schnurren blinzeln Katzen oder schliessen die Augen. Katzen schnurren aber auch bei Stress, wenn sie Angst oder Schmerzen haben. Sie beruhigen sich damit selbst. Das Schnurren hat auch heilende Wirkung. Verletzungen, wie Knochenbrüche, heilen bei Katzen schnell. Forschungen haben gezeigt, dass Knochen, die man Vibrationen im Frequenzbereich von 20 bis 50 Hz aussetzt, schneller und besser heilen. (siehe  Wie sich Katzen selbst therapieren)

Katzen können auch schnurren und gleichzeitig miauen. Sie kombinieren z.B. das Wohlfühl-Schnurren mit einem Hilfe-Schrei. In ein forderndes Schnurren verstecken sie ein bettelndes Miauen, das in der Tonhöhe dem Schreien eines Babys entspricht. Domestizierte Katzen haben gelernt, mit diversen Verhaltensweisen aus Kinderzeiten bei ihren Menschen Forderungen durchzusetzen.

Wie sie bekommen, was sie wollen (Gehirn & Geist)

“ … Die Forscher analysierten die Tonaufnahmen und stellten fest, dass hungrige Stubentiger ihrem tiefen Schnurren eine ungewöhnlich hohe 380-Hertz-Frequenz beimischen. Für Menschen sei es schwierig, dieses Timbre zu ignorieren, da auch Babys in einer ähnlichen Tonlage schreien, vermutet McComb. Hauskatzen lernen offenbar, dass diese Frequenz für Menschen besonders eindringlich ist – und passen ihr Schnurren entsprechend an.“

Wie wird der Schnurrlaut erzeugt?

Das ist bisher nicht eindeutig bewiesen. Es gibt folgende Hypothesen:

  • Das Schnurren wird durch Kontraktion der Kehlkopfmuskeln verursacht, sie verengen und weiten die Glottis (Stimmritze) und bringen die Atemluft so zum Schwingen.
  • Das Schnurren wird durch Reibung der Atemluft am Zungenbein erzeugt. Das Zungenbein ist ein kleiner gebogener Knochen am Mundboden unterhalb der Zunge, der nur durch Muskeln und Bänder fixiert ist.
  • Die hintere Hohlvene, die das Blut aus dem Körper zum Herzen leitet, würde im Bereich des Zwerchfells bei Bewegung der Muskeln zusammengepresst. Durch das Zusammenpressen wird ein Blutstrom erzeugt, welcher Schwingungen erzeugt, die durch die Bronchien und den Kehlkopf noch verstärkt werden. Diese Theorie gilt jedoch als fragwürdig.
  • Zwei Hautfalten, die „falschen Stimmbänder“, welche hinter den „echten“ Stimmbändern der Katze liegen, werden beim Atmen in Schwingungen versetzt.
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