Oktober 5 2015

Rotbartsaga Teil 1

Die Abenteuer eines legendären Schiffskaters

Rotbartsaga Teil 1: Das Vermächtnis des Kapitäns Carl CarlszoonIch hatte bereits das Buch zur Rotbartsaga „Wie alles begann“ vorgestellt, das war der Auftakt. Hier ist nun der erste Teil der Rotbartsaga:

Wolfgang Schwerdt
Das Vermächtnis des Kapitäns Carl Carlszoon

ISBN: 9781500877484

 

Es war reiner Zufall, dass ich auf die Geschichte des legendären Schiffskaters Rotbart gestoßen bin – vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall hat ein alter Holländer damit zu tun, dass ich Carlszoons Cottage an der Mündung des Mystic-River an der Nordwestküste von Connecticut USA entdeckte. Dort fand ich auf dem Dachboden Dokumente, Tagebücher und eine Unmenge Souveniers des holländischen Kapitäns Carl Carlszoon. Der reiste im 17. Jahrhundert um die Welt und hat in seinen Journalen viel über seinen treuen Begleiter, den Schiffskater Rotbart, berichtet. Fünf Reisen hat der sagenhafte Rattenfänger gemacht, die ihn in alle Teile der Welt geführt haben. Einzelne Episoden dieser Reisen sollen einen Vorgeschmack geben, was den Leser in den folgenden fünf Bänden der Rotbartsaga erwartet. In diesem Buch erfährt der Leser die Geschichte wie alles begann, mit kleinen und großen Abenteuern des vierbeinigen Seemanns und seiner KollegInnen.

Wolfgang Schwerdt
Anno 2014

Im Buch befindet sich QR-Code, der zu interresanten Hintergrundinformationen führt.

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September 2 2014

Schiffskatzen

Detlef Bluhm "Schiffskatzen"
Detlef Bluhm „Schiffskatzen“

Im Juli kam ein neues Buch über Schiffskatzen heraus. Der Autor ist Detlef Bluhm, ich habe sein grosses Katzenlexikon, das ist sozusagen die Kulturgeschichte der Katze, alphapetisch gegliedert; für mich schon allein wegen der blauen Katzen auf dem Cover ansprechend 😉 (mein Charly war ein Kartäuserkater). Aber nun zu den Schiffskatzen, beim *Klick* auf das Bild kann man bei Amazon probelesen.

Verlag: it (insel taschenbuch)

Detlef Bluhm

Schiffskatzen

ISBN: 978-3-458-36011-7

 

 

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April 29 2014

Bücher über Schiffskatzen

Ich habe auf der Seite Berühmte Katzen einige Schiffskatzen vorgestellt. Schon bei der Verbreitung der Hauskatze auf dem Seeweg (siehe Domestikation Teil 2) ging es um Schiffskatzen. Sie waren Maskottchen, Glücksbringer und schützten die Fracht vor Mäusen und Ratten. Ich habe hier einige Bücher zusammengestellt, die von Schiffskatzen handeln.

Meine Lieblings-Schiffskatze ist Mrs. Chippy, die an der legendären Antarktis-Expedition von Sir Ernest Shackleton auf der Endurance teilnahm.

 

Tagebuch der Schiffskatze
Tagebuch der Schiffskatze

Caroline Alexander

Mrs. Chippys letzte Expedition in die Antarktis

Das bisher unentdeckte Tagebuch von Shackletons Schiffskatze.

Scherz-Verlag

ISBN: 3 – 502 – 10018 – 7

 

 Memoiren einer Schiffskatze
“ 15. Januar 1915. Ziemlich windig heute. Dosenkaninchen zum Frühstück. Ging auf Deck und bezog meinen Posten am Heck unter der Reling…“ In ihrem Tagebuch berichtet Mrs. Chippy, Schiffskatze auf dem berühmten Expeditionsschiff von Sir Ernest Shackleton, über ihre abenteuerliche Reise in die Antarktis. Ein ganz und gar ungewöhnliches Katzenbuch – für den Seesack oder den Nachttisch empfohlen.
„Mrs. Chippy ist ein wahres Original & man weiß nie, was sie als nächstes tun wird.“(aus dem Tagebuch von F.A. Worsley, Kapitän von Shackletons Endurance)“

 

Die Endurance
Die Endurance

Caroline Alexander

 Die Endurance

Berliner Taschenbuch Verlag

ISBN 3-442-76017-8

 Im August 1914, wenige Tage vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges stachen Sir Ernest Shackleton und seine Mannschaft auf der Endurance in See, um als erste Menschen die Antarktis zu durchqueren. Sie waren ihrem Ziel bis auf 80 Meilen nahe gekommen, als das Schiff von Eis eingeschlossen und langsam zerdrückt wurde. 28 Mann, ohne Funk, blieben auf dem Packeis zurück, mit einer hungrigen Hundemeute und zwei großen Rettungsbooten. Shackletons anschließende Fahrt über 1500 Seemeilen in einem offenem Boot auf stürmischer See ist wohl die spektakulärste Rettungsaktion der Polargeschichte…

Links

 

 

 

Die Schwarzbärflotte
Die Schwarzbärflotte

Wolfgang Schwerdt

Die Schwarzbärflotte

ISBN 9781478328841

Schiffskatzen sind seit der Antike fester Bestandteil der Mannschaft. Über das persönliche Verhältnis der Seeleute zu ihren Schiffskatzen weiß man bis zur Neuzeit nur wenig. Erst seit den Entdeckungsfahrten der Naturforscher werden einzelne Schiffskatzen auch namentlich genannt. Bewusst habe ich in diesem Büchlein die verhältnismäßig weit verbreiteten Geschichten der eindrucksvollen Katzenhelden wie Trim, Oskar oder Simon weggelassen. Die finden Sie in anderen meiner Publikationen. Dafür treffen Sie hier unter anderem den Fischkater Puddles, Vielzehenkatzen oder erleben mit, wie die ersten Katzen ihre Pfoten auf Neuseeland setzten. Dieses Buch widmet sich vor allem den wahren Geschichten der meist namenlosen Schiffskatzen vergangener Jahrhunderte. Sie erfahren etwas über das Schicksal schiffbrüchiger Katzen, Katzen auf Forschungsreise und nicht zuletzt die besonderen Gefahren, die den Katzen an Bord drohten. Am Ende schließlich gibt es als Leseprobe noch einen Auszug aus dem ersten Teil der Rotbartsaga, einem historischen Katzenroman aus meiner Feder, die das Leben des fiktiven legendären Schiffskaters Rotbart im Dienste der holländischen Handelskompanien des 17. Jahrhunderts beschreibt.

 

 

Forscher, Katzen und Kanonen
Forscher, Katzen und Kanonen

Wolfgang Schwerdt

Forscher, Katzen und Kanonen

ISBN 978-3-86408-094-4

Das Zeitalter der Entdeckungen: Namen wie Cabot, Drake oder Hudson fallen einem da ein. Und natürlich die großen Forschungsreisenden des 18. und 19. Jahrhunderts wie Alexander von Humboldt, James Cook, Charles Darwin oder Matthew Flinders. Was aber steckte hinter dem scheinbar plötzlichen Aufbruch zu fernen Ufern und was waren das für Menschen, die uns heute vor allem als Abenteurer und Entdecker begegnen? „Forscher, Katzen und Kanonen“ beschäftigt sich mit den Hintergründen dieses europäischen Aufbruchs, vor allem aber mit dem Leben und der Arbeit der Besatzungen, deren fester Bestandteil oftmals auch die Schiffskatzen waren. Das Buch beschreibt das Leben der Offiziere, Wissenschaftler und Künstler an Bord, allen voran Matthew Flinders mit seinem berühmten Schiffskater Trim. „Forscher, Katzen und Kanonen“ nimmt die Leser mit auf die Expeditionen des 18. und 19. Jahrhunderts.

 

 

Rotbartsaga
Rotbartsaga
Wie alles begann.

Wolfgang Schwerdt

Rotbartsaga

Wie alles begann…

ISBN 9781478385035

 

Die Abenteuer des legendären Schiffskaters Rotbart „Wie alles begann“ ist der Auftakt zur Rotbart-Saga, die das abenteuerliche Leben des sagenhaften Schiffskaters im Dienste der Holländischen Handelskompagnien des 17. Jahrhunderts beschreibt. Es ist ein Katzenbuch und es ist ein historischer Roman, dessen erster Teil in die Abenteuer des „Grossen Roten“ einführt und die Geschichte erzählt, wie aus dem „Kleinen Roten“ ein Schiffskater wurde. Ein mit Illustrationen und Grafiken schön ausgestattetes Büchlein.

 Links

 

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Oktober 18 2012

Berühmte Katzen

Samstag, den 24. Juli 2010

Berühmte Katzen

Bahnhofskatze Tama in Japan

Tama ist eine Katze, die auf dem Bahnhof Kishi von Kinokawa in der japanischen Präfektur Wakayama lebt. Inzwischen gibt es einen Zug und eine Strassenbahn mit Comic-Motiven von Tama. Der Kishi-Bahnhof soll ein Fassadenbild von Tama erhalten.

Welt online vom 26.05.08

„Im Gegenzug für die Verköstigung mit Futter hat eine Katze eine japanische Bahngesellschaft aus der Krise geholt. Die neunjährige „Tama“ sorgte bereits für ein Plus von mehr als 300.000 Fahrgästen. Deshalb wurde der Stubentiger nun auch zur „Super-Stationsvorsteherin“ befördert.“

Tamas Nachfolgerin heisst Nitama

Die Eremitage-Katzen in St. Petersburg

Die in der russischen Stadt St. Petersburg (ehemals auch Petrograd und Leningrad) an der Newa gelegene Eremitage ist heute eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Die Eremitage ist ein Komplex aus mehreren Bauwerken, die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind. Dort werden heute über 60.000 Exponate ausgestellt, im Archiv befinden sich fast drei Millionen Objekte. Neben archäologischen Exponaten befindet sich dort, wie auch im Louvre in Paris/Frankreich und im Prado in Madrid/Spanien, die bedeutendste Sammlung klassischer europäischer Kunst.

GEO-Reportage

„Die Eremitage in St. Petersburg beherbergt nicht nur Kunstschätze von Weltruhm, sondern auch über 50 Katzen. […] Die Katzen der Eremitage haben eine lange Geschichte. Schon vor 250 Jahren ließ Zarin Elisabeth Petrovna, Tochter von Peter dem Großen, Katzen in den Winterpalast bringen. Sie sollten die Mäuse- und Rattenplage bekämpfen. Später verteidigten die Katzen die Kunstwerke von Katharina der Großen gegen die gefräßigen Nager. Die Petersburger wissen, dass die Katzen der Eremitage auch heute noch liebevoll umsorgt werden.“

Der Ursprung der blauen Russen

Noch ein kurzer Abstecher in die Geschichte der Fürstenkatze. St. Petersburg wurde von Zar Peter dem Großen gegründet und war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die Hauptstadt des Russischen Reiches. Die Lieblingskatze der russischen Zaren soll die Russisch Blau gewesen sein. Die Rasse ist auch unter den Namen Russisch Kurzhaar oder Archangelsk-Katze bekannt. Die Rasse gilt in Russland als Glückskatze, sie wurde Bräuten geschenkt oder Babies in die Wiege gelegt. Weniger romantische Geschichten mit höherem Wahrheitsgehalt besagen, dass die Katzen ihres Fells wegen geschätzt wurden, ein dickes weiches Doppelfell (Unter- und Deckhaar haben die gleiche Länge) von unverwechselbarer Textur. Die alte Naturrasse kam in Skandinavien und Russland vor und man vermutet, dass sie auf dem Seeweg (Handels- und Kriegsschiffe) verbreitet wurde. Archangelsk war im 16. Jahrhundert der erste russische Seehafen über den Handel mit England und anderen westeuropäischen Staaten getrieben wurde, daher der Name Archangelsk-Katze. Unter diesem Namen wurde sie 1875 erstmals im Crystal Palace ausgestellt, später exportiert und so begann die Zucht zum heutigen Standard.

St. Petersburg – Stadtgeschichte und Zaren

Russisch Blau

Die Hemingway Katzen von Key West

Die Florida Keys sind eine Inselkette, die sich von der Südspitze der Halbinsel Florida bis nach Key West erstreckt. Der Schriftsteller Ernest Hemingway (1899-1961) lebte in den 30er Jahren in Key West. Sein damaliges Wohnhaus ist jetzt das Hemingway-Museum in der Whitehead Street 907. Dort soll er eines Tages von einem Schiffskapitän eine Katze geschenkt bekommen haben, die statt der normalen fünf Zehen sechs hatte. Die Katze hieß „Snowball“ und legte auf der Insel den Grundstein für eine heute noch bestehende Katzenpopulation polydaktyler Katzen. Sie haben mehr Zehen und ihre Füße erscheinen dadurch besonders groß. Um die 60 Exemplare gibt es auf dem Hemingway-Anwesen, in allen Farbvarietäten. Sie tragen Namen von Künstlern. Bis auf einige potente Katzen, die den Fortbestand der Population sichern sollen, sind sie kastriert. Der Verkauf an Personen außerhalb der Insel Key West soll inzwischen verboten sein.

Polydaktylie

The Ernest Hemingway Home & Museum

Das Wunder von Köln

RP online vom 11.04.2009

„Er war das Wunder von Köln: Kater Felix, der nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs 34 Tage unter den Trümmern begraben lag – und überlebte. Abgemagert und mit zwei gebrochenen Zehen wurde das zwölf Jahre alte Tier am Montag von Feuerwehrleuten gefunden und seinen Besitzern übergeben.“

Fotos

Schiffskatzen

Katzen hielten an Bord von Schiffen Ratten und Ungeziefer fern und dienten der Besatzung als Maskottchen. Noch heute ist der Begriff Katzensteg für eine schmale, Land und Schiff verbindende Holzplanke gebräuchlich.

  • Oscar, the Bismarck’s Cat : Die Bordkatze des deutschen Schlachtschiffs Bismarck soll im Zweiten Weltkrieg den Untergang von 3 Schiffen überlebt haben. Der Kater war Schwarz/weiss, man kennt ihn unter den Namen Oscar und Unsinkable Sam.
  • Simon – A British Hero: 1949 war Simon der Bordkater der HMS Amethyst. In China rettete er unter Einsatz seines Lebens die knappen Lebensmittelvorräte des Schiffes und hielt die Moral der Mannschaft aufrecht. Als das Schiff am 1. November 1949 nach Devonport zurückkehrte, wurde Simon von der britischen Bevölkerung als Held gefeiert. Im August 1949 wurde Simon die Dickin Medal, das Victoria Cross für Tiere, verliehen, die höchste militärische Auszeichnung des Britischen Empires. Am 28. November 1949 starb Simon an den Folgen einer Wundinfektion. Er wurde am 1. Dezember auf dem National Animal Cemetery in Ilford mit einem Staatsbegräbnis in Anwesenheit des Oberkommandierenden der Streitkräfte und mehrer tausend Trauernder beigesetzt. Seitdem gedenkt die Nation jährlich am 1. November, dem Tag von Simons triumphaler Rückkehr nach England, diesem großen Mitglied der Royal Navy.
  • Die Ausstellung „The Animals War“ im Imperial War Museum London zeigt das Bild der Schiffskatze der HMS „Eagle“ aus dem Jahr 1945, wie sie sich auf der eigens für sie angefertigten Hängematte räkelt.
  • Die Bordkatze der HMS Duke of York hieß Whiskey. Sie verschlief einen der grössten Militärerfolge, den die Britische Marine im Zweiten Weltkrieg verbuchen konnte, das Gefecht am 26.12.1943, bei dem das deutsche Schlachtschiff Scharnhorst versenkt wurde.
  • Beauty von der HMS Black Prince brachte am 6.6.1944, bei der Invasion auf die Normandie, 3 Babies zur Welt.
  • Der schwarze Kater Churchill von der HMS Prince of Wales erhielt seinen Namen, nachdem er von Sir Winston Churchill persönlich gestreichelt wurde. Im August 1941 brachte die Prince of Wales den britischen Premierminister Winston Churchill zu einem Treffen mit dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt nach Argentia (Neufundland), wo auf dem Schiff am 14. August 1941 die Atlantik-Charta verabschiedet wurde, die zur Grundlage der Vereinten Nationen wurde.

Tierische Kriegshelden

Mrs. Chippy und die Antarktis-Expedition

Mrs. Chippy war eigentlich ein Kater, wie sich später herausstellen sollte, sein Name blieb aber Mrs. Chippy. Chippy war der Spitzname seines Besitzers, des Schiffszimmermanns Harry Mc Nish, er war einer der ältesten Mitglieder der Mannschaft. So wurde Mrs. Chippy Schiffskatze auf der Endurance und 1914-15 Teilnehmer der Antarktisexpedition von Sir Ernest Shackleton. Das Ziel der „Imperial Trans-Antarctic Expedition“ war, zum ersten Mal den Antarktischen Kontinent von einer Seite zur anderen zu durchqueren.

Der Kater lief gern über die Dächer der Hundezwinger, die sich auf dem Oberdeck befanden. Dort waren halbwilde Schlittenhunde angekettet, die rasend vor Wutwurden, wenn der Kater über sie hinwegstolzierte, was ihn zu amüsieren schien.

Nachdem die Endurance vom Packeis eingeschlossen war, wurde der Kater erschossen. Mrs. Chippys Besitzer, Harry McNish, kehrte nach der Expedition zurück nach England, um in der Handelsmarine zu dienen und emigrierte später nach Neuseeland, wo er in Wellington als Dockarbeiter arbeitete. Schliesslich verfiel er dem Alkohol und starb verarmt im Ohiro Benevolent Home in Wellington. Er konnte es Shakleton nie verzeihen, dass er den Kater damals erschiessen liess. Auf seinem Grab wurde eine lebensgrosse Bronzeskulptur von Mrs. Chippy errichtet.

1958 benannte der British Antarctic Survey eine kleine Insel vor der King Haakon Bay in Südgeorgien nach ihm. Durch die Tagebuchaufzeichnungen wurde Mrs. Chippy zu einer der berühmtesten Schiffskatzen aller Zeiten.

Mrs. Chippy, der Schiffskater

Mrs. Chippys letzte Expedition in die Antarktis

 

Kater Tomba, der Bergsteiger

Der Kater wurde am 07.08.1988 im Berghotel Schwarenbach, in den Schweizer Alpen geboren. Seine Mutter, Tomassa, war den Hotelbesitzern zugelaufen. Sie nannten ihn Tomba, teils nach der Mutter und teils nach dem damals berühmten Skirennfahrer Alberto Tomba.

Hotelgäste, die zu einer Bergtour aufbrechen, bemerken, dass der Kater ihnen folgt und denken zuerst, er sei nur auf Betteltour. Kurz vorm Gipfelsturm ist der Kater noch immer bei ihnen und er wird den Gipfel mit ihnen zusammen erklimmen. Wo die Steigeisen beim Menschen für sicheren Halt sorgen, schlägt die Katze ihre Krallen ins Eis.

Allein diese Saison hat er schon über ein dutzendmal Bergsteiger auf das Rinderhorn oder auf das noch höhere Balmhorn begleitet. Der Kater beschnupperte am Vorabend die Gäste im Hotel und wählte auf diese Weise aus, wen er am nächsten Tag auf Bergtour begleiten würde.

Eines Tages war er mit einem Ehepaar unterwegs, als er plötzlich nicht mehr weiter gehen wollte. Er lief hinter einen grossen Felsen und das Ehepaar folgte ihm, weil sie glaubten, er hätte dort etwas entdeckt. In diesem Moment löste sich eine Lawine und donnerte über ihre Aufstiegsspur. So bewahrte er die Alpinisten vor dem Unheil.

In Bergsteiger-Kreisen kannte man den Kater schon, nach diesem Erlebnis verbreitete sich Tombas Ruhm weltweit. Selbst in Japan, Südafrika und Amerika erschienen Berichte. In europäischen Illustrierten wurden Bildgeschichten veröffentlicht und das Schweizer Fernsehen drehte eine Reportage über ihn.

Doch Tomba wurde nur 4 Jahre alt und er starb nicht auf einer Bergtour. Am 17.1.1993 musste er, wie auch seine Mutter, eingeschläfert werden. Beide litten unheilbar an FIV, dem sogenannten Katzen-Aids.

Ein Kater will nach oben (NZZ Folio 3/95)

Tomba, der Kater vom Schwarenbach, ein Bergsteiger besonderer Art (Katzen- und Edelkatzenclub Bern)

Berliner Zoo-WG: Kragenbärin Mäuschen und Katze Muschi

Im Frühjahr des Jahres 2000 tauchte im Freigehege der Kragenbären im Zoologischen Garten Berlin plötzlich eine ca. 1 jährige schwarze Katze auf, niemand wusste, woher sie stammte. Kragenbärin Mäuschen versuchte, sich der Katze zu nähern, Katze Muschi reagierte jedoch mit Fauchen und schlug nach der Bärin. Es dauerte fast ein halbes Jahr, bis sich die beiden annäherten und es entstand eine ungewöhnliche Freundschaft. Die Katze schlief eingekugelt zwischen den Tatzen der Bärin oder direkt neben ihrer Schnauze. Zuerst verheimlichten die Pfleger der Zoodirektion die ungewöhnliche WG, um zu verhindern, dass Katze Muschi als Streunerin ausgewiesen wird. Als die Freundschaft dann doch bekannt wurde, bekam Katze Muschi ihre Aufenthaltsgenehmigung. Schnell verbreitete sich die Nachricht, die Presse begann, sich der Geschichte anzunehmen und das Paar wurde weltweit bekannt.

Im Herbst 2003 musste die Bärin wegen Altersschwäche von den anderen Bären getrennt werden. Der Zoo nutzte einen notwendigen Umbau der Bärenanlage, um Mäuschen in den Innenbereich zu verlegen, der für das Publikum unzugänglich ist. Zeitweise war die Bärin in einem Käfig untergebracht, das Kätzchen saß mauzend vor der Tür, bis die Pfleger es in den Käfig liessen. Betreuer war kein geringerer als Tierpfleger Thomas Dörflein, der in Deutschland durch die Aufzucht von Eisbär Knut bekannt geworden ist.

Märkische Oderzeitung 28.06.2008

„Eine Kragenbärin mit 40, das ist wie ein Menschenalter mit 112“, sagt Zoo-Biologe Heiner Klös. Er hält es für möglich, dass die ungewöhnlich starken Mutterinstinkte der Bärin die Kraft zum langen und gesunden Leben geben. „In ihrem Altersruhesitz hat Mäuschen in der Katze Muschi wohl einen Haltepunkt.“ Der frühere Zoo-Chef Jürgen Lange und Knut-Tierpfleger Thomas Dörflein hatten früh erkannt, dass die Bärin die Katze als ihr Junges betrachtet, pflegt und liebt. […] Die Bärin mit ihren einst 400 Kilo Gewicht schützte ihre vier Kilo leichte Freundin energisch gegen Angriffe der männlichen Bären auf der Anlage und gab ihr vom Futter ab. „Es ist die schönste offene Wohngemeinschaft, die wir jemals im Zoo Berlin hatten“ sagt Bären- Betreuer Klös …“

Mr. Lee und die CatCam

Mr. Lee ist der Kater des in Amerika lebenden Entwicklungsingenieurs Jürgen Perthold. Er wollte wissen, wo der Kater herumstreunte, wenn er Ausgang hatte, so kam die Idee eine CatCam® zu konstruieren, einer gegen Schmutz und Erschütterungen geschützten Digitalkamera, am Halsband des Tiees befestigt. Der Benutzer kann Zeitintervalle festlegen, in denen die Kamera wahlweise Fotos oder Videos aufnimmt. Ist die Katze wieder daheim, kann man die Bilder/Videos am Computer mittels USB-Schnittstelle auslesen. Inzwischen berichteten die Medien weltweit über den Kater und das Überwachungsprojekt. 1984 für Katzen…

Mr. Lee und die CatCam

Kater Larry bekommt die Lizenz zum Töten

Spiegel.de

„Neuer Hausbewohner bei Premierminister David Cameron und seiner Familie ist der vierjährige Kater Larry, der ab sofort Nagetiere in der Downing Street Nummer 10 jagen soll.“

Kater Larry ist ein ehemaliger Strassenkater aus London, der zunächst ins Tierheim Battersea Dogs and Cats kam. Seit Februar 2011 hat er seinen Dienst als Chief Mouser to the Cabinet Office in der Amtswohnung des Premierministers angetreten.

Der erste Kater, der dort als Mäusefänger angestellt war, hiess Kater Wilberforce (1973 – 1987), dann folgte  Kater Humphrey. Er diente unter den Premiers Margaret Thatcher, John Major und Tony Blair. Das herrenlose Tier wurde 1989 von einem Regierungsbeamten gefunden und nach einem fiktiven verbeamteten Staatssekretär aus einer Sitcom benannt. Der Kater war billiger als der offizielle Kammerjäger. 1993 wurde davon berichtet, dass der Kater nierenkrank sei. 1995 verschwand der Kater und tauchte in einer Einrichtung der britischen Armee zur Ausbildung von Lazarettärzten wieder auf. 1996 zierte Humphrey die offizielle Weihnachtskarte der britischen Regierung. 1997 beendete Kater Humphrey seinen Dienst und zog zu einem älteren Ehepaar, wo er angemessen umsorgt wurde. Humphreys Nierenleiden wurde als Grund für die Entscheidung angeführt, doch die britische Presse vermutete eine Intrige der angeblich katzenfeindlichen Cherie Blair. Am 20. März 2006 gab ein Regierungssprecher offiziell bekannt, dass Humphrey mit 18 Jahren an Altersschwäche gestorben sei.

Nachruf des Guardian

„Humphrey the cat, who has died at the advanced age of 18, was one of the most prominent felines in British political life since an ancestor emerged as a significant backstairs adviser to Sir Richard Whittington in his bid to become mayor of London in the 14th century.“

Nach 10 Jahren ohne Mäusefänger zog 2007 die Katze Sybil ein. Sie wurde schon nach 6 Monaten in ihre schottische Heimat zurückversetzt.

BBC  News (Video)

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